Ein neues Kernbankensystem für die Zukunft

18. Juni 2026

(Markus Künzli, Leiter Management Support)


Per 1. Januar 2027 stellt unsere Bank ihr Kernbankensystem auf die Plattform Finnova um. Ein solches Projekt ist anspruchsvoll, läuft über mehrere Jahre und betrifft zentrale Prozesse im Hintergrund. Für Kundinnen und Kunden soll der Übergang jedoch möglichst reibungslos erfolgen. Verantwortlich für die Umsetzung ist Markus Künzli, Projektleiter der Kernbankenmigration. 

Markus Künzli arbeitet seit mehreren Jahren im Banken- und IT-Umfeld und bringt umfassende Erfahrung in der Umsetzung grosser Migrationsprojekte mit. «Ein Kernbankensystem ist das Herzstück einer Bank. Unser Anspruch ist es, dieses Herz sicher, stabil und zukunftsfähig weiterentwickeln zu können – ohne die gewohnte Qualität und persönliche Betreuung zu beeinträchtigen», erklärt er. Dass die bisherige Applikation seit 2007 im Einsatz ist und nun ihr technisches Lebensende erreicht, mache den Wechsel notwendig – gleichzeitig biete er die Chance, langfristig auf einer soliden und modernen Basis weiterzuarbeiten.
 

Herr Künzli, was genau ist ein Kernbankensystem – und warum ist der Wechsel notwendig?

Ein Kernbankensystem bildet das technologische Rückgrat einer Bank. Es verarbeitet Konten, Buchungen, Wertschriften, Zinsen und vieles mehr. Unsere bisherige Lösung hat uns sehr lange zuverlässig begleitet, wird jedoch künftig nicht mehr weiterentwickelt oder vollständig unterstützt. Für eine verantwortungsvolle Bank ist es entscheidend, rechtzeitig zu handeln und auf eine Plattform zu wechseln, die auch in den nächsten Jahrzehnten Sicherheit, Stabilität und regulatorische Konformität gewährleistet.
 

Warum fiel die Wahl auf Finnova?

Finnova ist mittlerweile eines der führenden Kernbankensysteme in der Schweiz. Das System ist etabliert, bewährt und wird laufend weiterentwickelt. In Kombination mit dem Betrieb durch die Incore Gruppe erhalten wir eine sehr stabile, sichere und zukunftsfähige Lösung, die unseren hohen Qualitätsanspruch abdeckt und uns auch in regulatorischer Hinsicht besser unterstützt.
 

Was bedeutet diese Umstellung für Kundinnen und Kunden?

Für Kundinnen und Kunden – und auch für Personen, die sich allgemein für unsere Bank interessieren – ist wichtig zu wissen: Die meisten Veränderungen finden im Hintergrund statt. Unsere Dienstleistungen, unsere Anlagestrategie und vor allem die persönliche Betreuung bleiben unverändert. Die Migration dient nicht dazu, die Bank um jeden Preis zu digitalisieren, sondern Prozesse sicherer, robuster und moderner zu machen.
 

Welche Rolle spielt das neue E-Banking?

Das neue E-Banking ist ein sichtbarer Bestandteil der Umstellung. Es ist moderner, übersichtlicher und technisch auf dem neuesten Stand. Es ermöglicht einen einfachen und sicheren Zugriff auf relevante Informationen. Für uns ist das E-Banking jedoch eine Ergänzung und keinesfalls ein Ersatz der persönlichen Beratung.
 

Sicherheit ist ein grosses Thema. Wie stellen Sie diese während der Migration sicher?

Sicherheit steht über allem. Die Migration erfolgt nicht spontan, sondern über einen langen Zeitraum mit wiederholten Testläufen. Im Verlauf des Jahres werden regelmässig komplette Migrationen zu Testzwecken durchgeführt. Alle Abläufe, Kontrollen und Abstimmungen sind mehrfach geprüft. Der eigentliche Systemwechsel per 1. Januar 2027 basiert somit auf erprobten Prozessen und nicht auf einmaligen Aktionen.
 

Kommt es während der Umstellung zu Einschränkungen?

Das Kernbankensystem selbst wird nahtlos abgelöst, inklusive einer kurzen Parallelphase. Kurzzeitige Unterbrüche kann es lediglich beim E-Banking geben. Diese sind zeitlich begrenzt, werden frühzeitig kommuniziert und dauern in der Regel nur wenige Stunden. Der Handel und das Tagesgeschäft bleiben davon unberührt.
 

Bleibt die persönliche Beratung auch künftig zentral?

Unbedingt. Unsere Positionierung als persönlichste Privatbank Berns beruht auf Nähe, Vertrauen und individueller Beratung. Die Technologie unterstützt uns dabei. Gerade bei komplexen Vermögensfragen bleibt das persönliche Gespräch entscheidend.
 

An wen kann man sich bei Fragen wenden?

Der direkte Weg führt weiterhinüber die persönliche Kundenberaterin oder den persönlichen Kundenberater. Das gilt während der Umstellung genauso wie danach. Selbstverständlich werden wir unsere Kundinnen und Kunden zu gegebener Zeit detailliert informieren.

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